APROSAS - Mundo Verde - ein Frauen-Selbsthilfeprojekt in Guatemala
In San Andres Semetabaj im Hochland Guatemalas haben sich 1987 hundert indianische Frauen zu einer Weberinnengenossenschaft zusammengeschlossen. Das Dorf liegt im Hochland Guatemalas in 2000 m Höhe und wird überwiegend von Maya-IndianerInnen bewohnt. Im Hauptdorf leben ca. 1500 Menschen und zusammen mit den dazugehörenden Weilern zählen zu San Andrés ca. 6000 EinwohnerInnen. Das bebaubare Land ist meist in Besitz von Mestizen. Das wenige Land, das den Indígenas selbst gehört oder von ihnen gepachtet ist, wird überwiegend mit Mais und schwarzen Bohnen bebaut.
Die Gründung der Genossenschaft bot den Frauen die Möglichkeit, regelmäßig und sicher zum finanziellen Lebensunterhalt beizutragen und die Lebensbedingungen ihrer Familien und ihres Dorfes nachhaltig zu verbessern.
Nicht nur die Grundversorgung der einzelnen Familien verbesserte sich mit dem Fortbestand des Projektes. Die Frauen richteten mit dem erwirtschafteten Geld sowie Spenden- und Projektgeldern aus Deutschland für ihre Kinder und ihre Dorfgemeinschaft einen Kindergarten, eine bilinguale Schule, eine Abendschule zur Lehrer_innenausbildung, eine Bäckerei, einen Laden und ein Bildungszentrum mit Übernachtungsmöglichkeiten und Küche ein.
Die kollektive Struktur des Projektes, das gemeinsame Entscheiden, Lernen und Experimentieren trägt Mundo Verde bis heute und hat es zu der erfolgreichen Genossenschaft werden lassen, die beste Qualität und vielfältige Produkte für die internationale Vermarktung herstellt.





